St. Blasien, den 28. Februar 1896

 

An die hohe Großherzogliche Staatsregierung und

an die beiden hohen Kammern der badischen Landstände.

 

 

St. Blasien brachte nun ebenfalls eine Petition ein, und hoften dabei auf die Unterstützung aus Lenzkirch und den anderen Gemeinden in dieser Region.

 

Die Streckenführung sollte von Titisee abzweigend nach Seebrug und weiter nach St. Blasien führen. Von Altglashütte sollte dann ein Abzweig nach Lenzkich – Bonndorf realisiert werden.

Unterzeichnet war die Petition:

Für das provisorische Komtee

Kraft

 

 

 

Brief der Gemeinde Lenzkirch an das

Provisorische Komitee

Herr Kraft – St. Blasien

 

 

......daß wir zur Zeit nicht in der Lage sind, solches zu unterzeichnen...... einer Bahnlinie über Lenzkirch nach Bonndorf unstrittig den Vorrang einräumen müssen......

 

Lenzkirch, den 5. März 1896

Der Gemeinderat

 

 

Anmerkung:

Die Gemeinde Lenzkirch hatte bereits im Jahre 1894 eine Petition mit dieser Linienführung eingereicht, und eine Absage erhalten. Da der Bau der Hinteren Höllentalbahn nun bereits genehmigt war, wollte man diese Petition St. Blasiens nicht unterstützen. Lenzkirch und Bonndorf rangen um eine eigene Bahn.