Die Persönlichkeiten der damaligen Zeit,


die während der Planung und dem Bau der Eisenbahnlinie von ca. 1890 bis 1910 in verantwortlicher Position tätig waren, sowie weitere
  Personen dieser Zeitepoche.

 
 

 

Seine königliche Hoheit Großherzog Friedrich I. von Baden und Zähringen geb. 1826 – gest. 28. Sept. 1907 auf der Insel Mainau.

 

Außenminister des Großherzogtums Baden:

Arthur von Brauer Amtszeit: 1901 bis 1905, war schon vorher im Außen-ministerium tätig. Der Bahnbau war zur damaligen Zeit dem Außenmini-sterium unterstellt. Im Jahr 1907 Freiherr von Marschall.



Die Großherzoglichen Amtsvorstände der Bezirke:


Neustadt – Oberamtmann Dr. Schneider

Bonndorf – Oberamtmann Dr. Bauer, im Jahre 1906 Dr. Popp.



Domäneninspektor Odenwald   zuständig für den Geländeerwerb für die Großherzogliche Badische Staatseisenbahn, Sitz Bonndorf – ab 1907 Konstanz.

 

Fürstlich Fürstenbergische Kammer – Oberforstrat Lindner, Donaueschingen    ( wohnhaft in Lenzkirch ?)

 

Großherzogliche Bahnbauinspektion Neustadt im Schwarzwald – Bahn- bauinspektor Rümmele, Karl Neustadt, auch treibende Kraft bei der Erschließung der Wutachschlucht.  ("Rümmele-Steg"  nach Ihm benannt)

 

Ferdinand Kriechle, Landtagsabgeordneter der 2. Kammer in Karlsruhe und Sparkassenverwalter in Bonndorf, war über 20 Jahre Abgeordneter der 2. Kammer und über 40 Jahre im Gemeinderat, ab Sept.-Okt.? 1907 – Ehrenbürger der Stadt Bonndorf.--- geb. 1836, im Jahre 1907 - 50 jähriges Berufsjubiläum bei der Sparkasse und Eintritt in den Ruhestand.

 

Landtagsabgeordneter der 2. Kammer in Karlsruhe: Birkenmeyer

 

Reichstagsabgeordneter und Posthalter Friedrich Faller, Bonndorf gest. am 15. April 1905 im 49. Lebensjahr.

 

Bezirksrat Faller, Lenzkirch

 

Gemeinderat und Bezirksrat Heinrich Spachholz, Bonndorf (1851-1921), gründete zusammen mit seinem Schwager Johann Georg Ehrath die Druckerei und Buchbinderei „Spachholz&Ehrath“, um 1900 der drittgößte Arbeitgeber in Bonndorf mit über 20 Mitarbeitern. Herausgeber des „Bonndorfer Anzeigers“ 1874 bis 1888, ab 1888 Umbenennung in „Schwarzwälder Zeitung“, Zwangsweise Einstellung der Zeitung am 30. Juni 1938. siehe auf der Homepage unter  -„Archive“-

 

 

 

Uhrenfabrik Lenzkirch

 


Faller, Franz Josef   geb.18.2.1820  gest.21.5.1887  Verstorben in Titisee an einem Herzschlag, als er dort bei Eröffnung der Höllentalbahn die Festrede halten wollte. Teilhaber der Handelsgesellschaft  Faller, Tritscheller und Comp., Mitbegründer der Uhrenfabrik, Kommerzienrat, Mitglied der badischen ersten Kammer, des Zollparlaments, dann des Reichstags.

 

 

 

Tritscheller, Paul   geb. 29.6.1822  gest. 20.4.1892

Kommerzienrat, Mitglied des Reichstags und des badischen Landtags. (1.od. 2. Kammer ?) Vorstand der Handelsgesellschaft Faller, Tritscheller u. Co., Mitbegründer der Uhrenfabrik Lenzkirch und der Draht.- und Schraubenfabrik Falkau, 1848/49 Hauptmann der Bürgerwehr Lenzkirch, Mitbegründer der Baumwollspinnerei Kollnau.

 

 

 

Spiegelhalder, Johann Oskar   geb. 15.10.1864  gest. 17.12.1925

Direktor der Uhrenfabrik Lenzkirch, Schöpfer der Schwarzwälder volkskundlichen Sammlungen in Freiburg, im Germanischen Museum in Nürnberg, Deutsches Museum München, Sammlung Deutsche Volkskunde in Berlin und Villingen.

 

 

Hauser, Eduard,   geb. 21.8.1825 Oberrottweil  gest. 22.7.1900 Lenzkirch

Erster Technischer Leiter der Uhrenfabrik Lenzkich

 


Fabrikdirektor Tritscheller, Adolf Nikolaus
geb. 3.12.1854 gest. 4.4.1921

 

Fabrikdirektor Tritscheller,  Karl Eugen
geb. 28.12.1860 gest. 7.3.1908

 

Fabrikdirektor Stritt, Paul  ( evtl. Nachfolger von Tritscheller, Karl - März 1908 )
geb. 18.3.1872 gest. 2.6.1918 an einem Herzschlag.



 

Rechtsanwalt Faller, Johann, Arnold  Dr. jur., Gemeinderat in Unterlenzkirch geb. 22.6.1868  gest. 10.4.1946

 

Kath. Pfarrei Lenzkirch, Pfarrer Luggle seit 18. Juni 1901 in Lenzkirch

 

Provisorisches Komitee Eisenbahnbau St. Blasien, Kraft, St. Blasien

 

 

Draht.- u. Schraubenfabrik Falkau


Fabrikdirektor Jung
Fabrikdirektor Faller Erich, Fidel   
geb. 15.2.1881

Fabrikdirektor Bennetz, Edwin
Fabrikdirektor Tritscheller Walter,
letzter Direktor der Draht.- und  Schrauben-fabrik Falkau  geb. 17.7.1897 gef. 4.2.1942 in Lyubau/Rußland

 

 

 

 

Die Bürgermeister der Gemeinden um 1905:

 

 

Oberlenzkirch: Willmann, Johann-Baptist

                geb.23.6.1842 gest.1.6.1920,über 40 Jahre Gemeindedienst,

                22 Jahre Ratschreiber dann über 20 Jahre, ab 1889-90                 Bürgermeister von Oberlenzkirch

                Bis 1889-90 Bürgermeister Heizmann

 

Unterlenzkirch: Sorg, Theodor, Beruf Maurermeister
                        
 geb. 19.7.1840 gest. 1.1.1914

                                ab 1907? Brugger

 

Kappel: Kerh

Neustadt: Brugger

                     ab 1907?  Schork

Saig: Sigwarth

Raithenbuch: Schmidt

Fischbach: Backstaller

Bonndorf: Pfendler, Ferdinand – 21 Jahre Bürgermeister von 1894 bis 10.

                      April 1905, ab 11. April 1905  Bernhard Kaiser

Gündelwangen: Vogt

Holzschlag: Stritt

Wellendingen: Amann

Ebnet: Rogg

Altglashütte:

Falkau:

 

 

 

 

Anmerkung:

Das " Dreigestirn " Bürgermeister Willmann in Lenzkirch, Bürgermeister Pfendler in Bonndorf und der Landtagsabgeordnete der 2. Kammer in Karlsruhe, Abgeordneter Kriechle, waren die treibenden Kräfte eine Eisenbahnlinie in diese Region zu bekommen. Alle drei Herren waren in der entscheidenden Phase etwa von 1895 bis 1905 Bürgermeister ihrer Gemeinde bzw. Kriechle Abgeordneter in Karlsruhe. Kriechle, der von Beruf eigentlich Sparkassenverwalter in Bonndorf war, vertrat die Schwarzwaldregion in Sachen Eisenbahn so vehement, daß man als von der "Kriechle–Bahn" sprach, wenn als in der Abgeordnetenkammer um diese Eisenbahnlinie gerungen wurde.

 

Am 6. März 1900, vormittags gegen 12.00 Uhr, war das Bemühen der Schwarzwaldgemeinden vom Erfolg gekrönt. Die 2. Kammer des Abgeordnetenhauses genehmigte einstimmig den Bau einer Eisenbahnlinie von Kappel  über Lenzkirch nach Bonndorf.

 

Am 28. Mai 1900 unterzeichnete der Großherzog Friedrich I. das Gesetz zum Bahnlinienbau.