Chronik des Bähnle - Radweges

 

Planung und Bau: 2002 – 2003

 

Nachdem nun im April 2002 die Gesamtfinanzierung für den 1.Bauabschnitt zwischen Lenzkirch und Holzschlag feststand, konnte nun mit der weiteren Planung und dem Umbau der Bahntrasse zu einem Radweg begonnen werden. Das gesamte Projekt war mit insgesamt 192.000 Euro veranschlagt. Hierbei entfielen auf die beiden Kommunen Lenzkirch und Bonndorf 96.000 Euro. Die anderen 50% bzw. 96.000 Euro kamen aus dem Fördertopf des Naturparks Schwarzwald.

 

Für die Planung und Bauleitung des Bahnwegprojekts konnte der staatliche Revierförster Andreas Schellbach gewonnen werden der, das sei hier vorweggenommen, diese Aufgabe in hervorragender Weise erledigte.

 

Unterstützung bekam Schellbach durch Revierförster Martin Bach, der u.a. als Urlaubsvertreter auf der Baustelle verantwortlich war. Durch Verlagerung von Arbeiten innerhalb des Forstamtes Schluchsee wurden weitere Freiräume für Schellbach geschaffen, um so die zeitlich aufwendige Bauleitung an der Bahntrasse auch durchführen zu können. Des weiteren war der Forstbetrieb Lenzkirch im Einsatz. Dieser räumte mit schwerem Gerät die gesamte Bahntrasse von Unterlenzkirch bis Holzschlag auf einer Fläche von ca. 5 Hektar vom ca. 25 Jahre alten Baumbestand. Für die Hochbauplanung war das Ingenieurbüro Riede aus Löffingen verantwortlich. Hier sei angemerkt, daß etliche Leistungen des Ingenieurbüros (Beratung und  Unterstützung des Bauleiters) kostenlos erbracht wurden. Für die Ausführung der Tiefbauarbeiten hatte die Tiefbaufirma Daniel Behringer aus Hüfingen den Zuschlag erhalten.

 

Bei insgesamt vier Arbeitseinsätzen, die von den Schwarzwaldverein -Ortsgruppen Lenzkirch und Bonndorf organisiert worden waren, wurden insgesamt über 600 Arbeitsstunden durch die freiwilligen Helfer/innen erbracht, sowie insgesamt 65 Traktorstunden.

 

 

Die Bahntrasse:

Die „Knackpunkte“ finanziell wie gefahrentechnisch gesehen waren die alten Bahnbrücken der ehemaligen Eisenbahnlinie, die Überquerung der B315 bei Holzschlag, sowie die neuen Zufahrten auf den Bahnradweg.

 

 

Das Klausbachviadukt:

Höhe 22 Meter – Spannweite 46 Meter – Baujahr 1906/07- Bauart: Untergurtbrücke (Fischbauchbrücke) in Metallbauweise.

Bereits bei den Vorplanungen hatte man die Statik der Eisenbahnbrücke überprüfen lassen, mit dem Ergebnis, daß bis zum Jahre 2011 keine Sanierungsmaßnahmen anstehen werden. Beim Umbau der Eisenbahnbrücke in eine „Fahrradbrücke“ mußte ein neues Brückengeländer von 1,20 Meter Höhe angebracht werden, da das alte Geländer mit 0,90 Meter Höhe aus Sicherheitsgründen für „Fahrradbetrieb“ zu nieder war. Hier sei erwähnt, daß die Firma Wittmer einen Arbeitstag ohne Anrechnung von Lohnkosten an der Brücke arbeitete, und somit dem Bahnradprojekt einen Betrag von über 2000.- Euro spendierte. Für den Fahrbahnbelag von 2,30 Meter Breite, wurde ein Holzbohlenbelag aus Douglasienholz gewählt, welcher mit ca. 19.000 Euro abgerechnet wurde. Der Gesamtumbau des Viadukts belief sich auf ca. 40.000 Euro.

 

 

Brücke über die Schleifenstraße – „Schliefenbrücke“:

Sanierung der Brücke – Abdichten gegen Sickerwasser, Anbringen eines Metallgeländers von 1,20 Meter Höhe. Kosten ca. 8.000 Euro.

 

 

Brücke über den Forstweg im Saatfeld:

Wiederherstellung der bereits abgebauten Brücke. Erhöhung der Brückenauflagen um 1.30 Meter (wegen der großen Forstfahrzeuge), Neubau einer Brücke mit Bohlenbelag in Holzbauweise. Kosten ca. 15.000 Euro.

 

 

Wegen der hohen Neubau.- und Sanierungskosten der Brücken war der Bürgermeister der Gemeinde Lenzkirch im Oktober 2002 beim Naturpark Südschwarzwald vorstellig geworden, und erreichte in Verhandlungen eine Aufstockung der förderfähigen Summe von 192.000 Euro auf 230.000 Euro. Somit war der Bau der Saatfeldbrücke ebenfalls gesichert.

 

 

Bereich Brauerei Rogg:

Der Radweg verläuft hier oberhalb des Haslachtales an der Geländekante entlang. Die alte Bahntrasse verlief hier früher mitten durch den Campingplatz, so daß eine Verlegung erforderlich war. Der Geländestreifen für die neue Radtrasse mit einer Länge von 930 Metern, wurde von der Familie Rogg (Brauerei Rogg) kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

 

Bereich Gasthaus Krone:

Im Bereich der „Krone“ konnte der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse angelegt werden. Die Familie Jägler, welche Eigentümer des Grundstücks ist, stellte hier den Geländestreifen für den Radweg auf einer Länge von 270 Metern kostenlos zur Verfügung.

 

 

Querung der Bundesstraße – B315:

Die Überquerung der B315 stellte für die Radfahrer eine Gefahrenstelle dar, welche aber elegant entschärft wurde. Durch Einbau einer Schikane werden nun die Radfahrer gezwungen abzubremsen bzw. abzusteigen. Durch das anbringen einiger Leitplanken wurde die Sicherheit für die Radler ebenfalls noch erhöht.

 

 

 

 

 

Der erste Bauabschnitt des Bähnle-Radweg in Zahlen:

Länge des Radweges vom Lochmühleweg in Unterlenzkirch bis zur „Krone“ in Holzschlag  5153 Meter.

Gesamtaufwand ca.  250.000 Euro

Fördermittel Naturpark Südschwarzwald  115.000 Euro

Die Kommunen Bonndorf und Lenzkirch insgesamt  115.000 Euro

davon die Stadt Bonndorf:  52.300 Euro = 40%

davon die Gemeinde Lenzkirch:  75.600 Euro = 60%

Spenden ca. 1500.- Euro – Verwendung für die Radwegbeschilderung

Arbeitseinsätze der beiden Ortsgruppen Lenzkirch und Bonndorf: 

erbrachte Arbeitsstunden insgesamt:   600 Stunden

Schlepper.- und Traktorstunden ges.:    65 Stunden