Chronik des Bähnle - Radweges

 

Die Radwegbrücke bei Holzschlag - 2008

 

Rückblick:

Am 1. Mai 2003 war der 1. BA des Bähnleradweges von Lenzkirch nach Holzschlag unter großer Beteiligung der Bevölkerung eröffnet worden. Im Oktober 2006 wurde auf diesem 1.BA eine Asphaltdecke aufgebracht. Seitdem erfreut sich der Radweg einer sehr großen Beliebtheit bei den Radlern aus nah und fern.

 

Beim Bau des Radweges in den Jahren 2002-03 zeigte sich, daß die Querung der B315 bei Holzschlag wohl als die größte Gefahrenstelle dieses Streckenabschnittes zu betrachten ist. Der damals verantwortliche Bauleiter Andreas Schellbach, hatte zwar durch den Einbau von Schikanen, die Radler zum abbremsen bzw. absteigen gezwungen, jedoch die Überquerung der Bundesstraße blieb als Gefahrenquelle bestehen.

 

Um die Sicherheit für die Radfahrer und Fußgänger an dieser Stelle zu erhöhen, sahen sich die Behörden veranlaßt hier Abhilfe zu schaffen. Man entschloß sich zum Bau einer Brücke über die B315. Die neue Radwegbrücke sollte an der selben Stelle erbaut werden, wo früher die ehemalige Eisenbahnbrücke gestanden hatte, welche nach Einstellung des Zugverkehrs abgerissen worden war.

 

Ende August 2008 begann man mit der Bauausführung. Bei den Erdarbeiten stieß man auf die Fundamente der ehemals mächtigen Eisenbahnbrücke an dieser Stelle, welche früher den Reichenbachdamm mit der anderen Seite der B315, nämlich den Ortsteil Bonndorf-Holzschlag verbunden hatte. Bereits vier Wochen später waren beide Brückenauflagen fertig betoniert. In der Folgezeit wurde das Erdreich angeschoben und Pflasterarbeiten entlang der Widerlager durchgeführt.

 

Am 21. November war es dann so weit. Um 12.00 Uhr ging die vormontierte Brücke von ihrem Herstellungsort dem Abbundwerk in Tannheim auf die Reise nach Holzschlag. Dieser Schwertransport wurde mit zwei Spezialfahrzeugen durchgeführt, wobei sich auf dem einen Fahrzeug der Brückenkörper und auf dem anderen die Dachkonstruktion befand. Wegen dieses Schwertransportes waren dann doch etliche Straßensperrungen nötig, und es mußten viele Umleitungsstrecken ausgeschildert werden.

 

Am 22. November 2008 wurde dann der Brückenkörper mit einem Spezialkran auf die Widerlager gehoben und anschließend die Dachkonstruktion aufgesetzt.

 

 

 

Zahlen und Daten der neuen Radwegbrücke:

 

Bauherr:

Bundesrepublik Deutschland – Regierungspräsidium Freiburg

Gesamtkosten: ca. 320.000.- Euro

 

Planung:

Architekturbüro Scherberger und Fritsch, Freiburg

 

Bauleitung:

Stadtbauamt Bonndorf

 

Beteiligte Firmen:

Firma: Carsten Blatter, Bonndorf und

Firma: Schwarzwald Abbund, Tannheim: Holzarbeiten

Firma: Kromer, Bonndorf: Betonarbein

Firma: Karl Rogg, Bonndorf: Blechnerarbeiten

 

Unterhaltungspflichtiger nach Fertigstellung: Stadt Bonndorf

 

 

Die Brücke ist in der Hauptsache aus sehr widerstandsfähigem und somit auch wetterfestem Douglasienholz gefertigt. Das Dach erhielt eine Auflage aus Kupferblech.

 

 

Brückenkörper

Gesamtlänge: 27,50 Meter

Spannweite: 25,00 Meter

Breite: 4,70 Meter

Gewicht: ca. 24 Tonnen
Fahrbahnbreite: 2, 80 Meter

Brückendach

Länge: 30,00 Meter

Breite: 5,60 Meter

Gewicht: ca. 6,00 Tonnen